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Auf der Zielgeraden 🏁

Ausgabe #004 Januar – Mai 2026
Halo in Eldoret, Kenia

Liebe Freunde und Interessierte,

während unsere Zeit in Kenia bald zu Ende geht und wir bereits am Packen und Vorbereiten unserer Weiterreise sind, nehmen wir uns noch schnell die Zeit, auf die vergangenen Monate des Jahres zurückzublicken und euch etwas mit hineinzunehmen.

Wir haben die Zeit in Eldoret sehr genossen und es war eine wichtige Station unserer Reise. Wir konnten Lernen, Wachsen und zur Ruhe kommen – insgesamt eine wertvolle „Sabbatical“-Zeit. Neben der Klärung der großen Frage „Gott, wo möchtest Du uns als Nächstes einsetzen?“, konnten wir vor Ort unterstützen und ebenso in anderen Projekten zum Segen werden.

Vielen Dank für dein Dabei-Sein und Interessiert-Sein an unserem Weg. Danke für jede Unterstützung, egal in welcher Form – und sei es, dass du diesen Newsletter liest.

Liebe Grüße
Jonathan & Theresa
junge, aufmerksame Zuhörer

Evangelisations-Woche in Rongo

Mitte März haben wir uns mit GFI wieder auf den Weg gemacht, um sie mit dem Kids-Programm bei einer Evangelisation zu unterstützen. Mit einigen Tänzen, vielen Spielen und wichtigen Inputs im Gepäck, sind wir in die Stadt Rongo gefahren, die mit rund 125.000 Einwohnern im Südwesten Kenias liegt, nahe der Grenze zu Tansania und in der Nähe zum Lake Victoria.

Mit dem Thema „In Gottes Garten – vom Säen und Wachsen“, waren wir nah an der Lebenswelt der Kids dran. Denn die Haupteinnahmequelle der Familien ist die Landwirtschaft, vorwiegend mit Mais und Zuckerrohr. In den Kurzpredigten sprachen wir darüber, wie wir guter Boden sein können für Gottes Wort, dass Senfkorn-großer-Glaube genügt, dass Jesus der Weinstock ist und wir die Reben, und wie wir Frucht im eigenen Leben hervorbringen. Überrascht waren wir diesmal etwas über die Größe der Gruppe. Mit knapp 20 Kindern am ersten Tag und maximal bis zu 80 Kindern am Wochenende, kamen deutlich weniger als erwartet. Wir glauben, dass es die Mühe am Ende für jedes einzelne Kind wert war und langfristig zum Segen wird.

An einem Vormittag hatten wir Gelegenheit in das Gefängnis in Homa Bay, der nächstgelegenen Kreisstadt zu gehen, um dort den Menschen von Gottes Liebe für sie zu erzählen. Ein Pastor, der vor Jahren selbst dort wegen Bandenkriminalität einsaß (und danach sein Leben Jesus anvertraute), lud uns dorthin ein und besorgte die nötigen Genehmigungen. Wir trafen im Männergefängnis auf rund die Hälfte der 500 Insassen, die anderen waren zur Arbeit eingeteilt. Bei den Frauen waren es 25 von 30 Frauen. Wir haben, als Team aus Deutschen und Kenianern, einige Lieder gesungen, getanzt und von der Liebe Gottes zu uns Menschen erzählt. Wir sprachen von dem Gott der zweiten Chance, Vergebung und Neuanfang und ermutigten sie, ihr Leben Jesus anzuvertrauen. Es war beide Male so krass zu erleben, wie „das Bisschen“, das wir dort tun konnten, doch eine enorme Resonanz hervorbrachte. Sowohl bei den Männern, als auch bei den Frauen, war eine starke Präsenz Gottes zu spüren. Und wer uns kennt, weiß, dass wir das nicht oft sagen und ebenso wenig leichtfertig.

Am Sonntag haben wir zusammen in der sogenannten Trinity Church gepredigt und gedient. Die kleine Gemeinde mit 30 Erwachsenen und ihren Kindern trifft sich jeden Sonntag in einer Wellblechhütte irgendwo im Dorf. Sie haben sich sehr gefreut über unseren Besuch und wir haben es genossen bei ihnen zu sein. Am Ende des dreieinhalbstündigen Gottesdienstes gestand der Pastor: „Ich predige nun seit über 40 Jahren, aber was ich heute gesehen habe, fordert mich trotzdem heraus: Dass man als Ehepaar gemeinsam predigt.“ 🤩

Sprechpuppe Lucy

Schutzzentrum in Eldoret

Das Jahr 2025 beendeten wir mit einem Besuch bei Margret und Grace. Sie leiten zusammen ein Schutzzentrum für Kinder, die in ihrem Umfeld sexuell missbraucht wurden. In diesem Rescue Center bleiben die Kinder und Jugendlichen für wenige Monate und bekommen Unterstützung in allen Bereichen. Das kleine Team kümmert sich um Seelsorge, Pflege, Nahrung, Kleidung, vertrauensvolle Beziehungen und Lernen. Vor allem begleiten sie ihre Schützlinge auch auf dem Weg vors Gericht und hinein in neues Selbstbewusstsein und dem Wissen, dass Gott einen guten Plan für ihr Leben hat. Eine Lehrerin kommt vormittags vorbei, um etwas Schule mit ihnen zu machen und zwei Hausmütter sind Tag und Nacht mit ihnen.

Das Gelände liegt abseits und versteckt, kein Schild oder Hinweis verrät, was sich hinter den Grundstücksmauern befindet. Als wir den kleinen Gemeinschaftsraum betreten, strahlte uns eine fröhliche Gruppe entgegen. Die meisten von ihnen sind bereits eine Weile dort und haben schon Begleitung und Hilfe bekommen. Ein kleineres Mädchen fiel uns auf, die weder lächelte noch sprach. Ihre Geschichte ist heftig – Margret erzählte sie uns. Aber auch sie wird, wie so viele andere schon, einen guten Weg gehen können, ein Leben „danach“ finden und mit Gottes Hilfe Heilung und Wiederherstellung erleben.

Die Leiter haben weder um Spenden gebeten, noch irgendetwas anderes versucht, zu erreichen. Sie gaben uns Gelegenheit die Kids zu ermutigen, was wir jedes Mal sehr gerne getan haben. Tatsächlich hat schon der erste Besuch unsere Herzen bewegt, sodass wir im Anschluss über den Telegram-Blog Spenden gesammelt haben, die wir ihnen vor wenigen Wochen überreichen konnten. Mit dem Geld haben sie das kaputte Dach erneuern können, sodass sie auch in der Regenzeit im Trockenen sind.

Rückblick

Ein ganzes Jahr mit einem einzigen Wort zusammenzufassen ist nicht einfach – versucht haben wir es dennoch und sagen: cool (S), chillig (P), gut (N), Sabbatical (T) und Wachstum (J).

Die Höhepunkte waren für uns „mein Geburtstag“ (S), die Mt. Elgon Tour, die Einsätze mit GFI, das Lauftraining, der Ausflug nach Tabaka, die Essensmöglichkeiten in Eldoret, der LAM-Workshop im Herbst und die AmoreXperience mit anderen Paaren zusammen.

In der Zeit in Kenia haben wir viel gelernt, sind gewachsen, konnten beobachten, uns reflektieren, an uns selbst arbeiten, in unsere Familie investieren, uns neu ausrichten. Wir konnten hunderten von Kindern dienen und etlichen Erwachsenen, durch Predigten, Nachmittagsprogramme und persönlichen Kontakt, haben GFI an verschiedenen Stellen helfen können und tolle Leute kennengelernt.

Vielen Dank an alle Menschen, die dazu beigetragen haben und besonders natürlich an das GFI-Team. Asante sana.
Jungs am Billardtisch

Ausblick

Ein großer Punkt, der uns lange beschäftigte, war: „Gott, wo möchtest du uns als Nächstes einsetzen?“ Mit dieser Frage im Herzen sind wir aus Uganda ausgezogen, irgendwie wissend, dass „Uganda noch nicht vorbei“ ist.

Einige Monate trieb uns die Frage um und damit verbunden die Unsicherheit, dass es auf sie noch keine zufriedenstellende Antwort gab. Bis dann im Februar eine Tür aufging, durch die zu gehen, wir uns kurz darauf entschieden haben: Wir werden in die Leitung von Pro Uganda (lokaler Name: New Life Orthopaedic Center Uganda) einsteigen. Die jetzigen Leiter suchten Nachfolger „mit Fokus auf Organisation, Teamführung und Verwaltung“ und wurden auf uns aufmerksam gemacht. Als wir die Anfrage bekamen, brauchte es nicht lange, bis wir ein deutliches „Ja“ zu der Stelle hatten. Wir freuen uns auf die Leitungsaufgaben.

Im Herbst geht es für uns dort los, lustigerweise sogar in demselben Ort (Kiyunga), an dem wir zuvor gewesen sind. Zuvor werden wir einige Wochen in Deutschland sein, Zeit mit Familie und Freunden verbringen und uns vorbereiten auf die nächste Phase in Uganda.

Gebetspunkte

Wir schauen auf eine gute Zeit in Kenia zurück und sind dafür sehr dankbar. Du kannst gerne hierfür beten:

  • Ausreise Kenia – wir brauchen eine Bestätigung der Ausländerbehörde, die wir erst sehr knapp erhalten können
  • Zeit in Deutschland – wir werden viele Fahrten, Besuche und Termine haben; Schutz und Weisheit; ein Auto; gutes Andocken
  • Vorbereitung Uganda – Weisheit für die neue Aufgabe, gutes Ankommen in Land, Team und Umgebung; Gottes Führung und Schutz

Finanzen

Wenn du uns finanziell mittragen möchtest, kannst du das über folgende Konten tun. Bitte gib bei der ersten Spende deine Adresse im Verwendungszweck an, dann bekommst du eine Spendenbescheinigung zugeschickt:

(DE)
Empfänger: Globe Mission
IBAN: DE20 5206 0410 0004 0022 53
BIC: GENODEF1EK1
Vermerk: Projekt 203 - Leutzsch

(CH) 
Globe Mission Schweiz
Die Post, 4040 Basel
IBAN: CH56 0900 0000 4075 396 91
BIC: POFICHBEXXX
Konto: 40-753969-1
Vermerk: Projekt 203 - Leutzsch

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